14.08.2022, unser Gedenken gilt Irmgard MEHSNER



Betroffen
macht uns die
Nachricht vom Ableben
unserer
ehemaligen
Mitarbeiterin als Kindergartenhelferin, später Kinderbetreuerin

Irmgard MEHSNER.

Die am 3. Juli 1954 in Graz Geborene
wuchs in der ehemaligen Gemeinde Sankt Johann-Köppling auf,
genoss ihre schulische Ausbildung dort und
"startete" dann eine Lehre als Wäschewarenerzeugerin.

Nach erfolgreichem Abschluss arbeitete sie in diesem Beruf weiter,
wurde im September 1979 Mama zu Sohn Christian.

Seit dieser Zeit ist ihr Lebensmittelpunkt Mooskirchen.

In den folgenden Jahren bis Juni 1981
widmete sie sich mit Hingabe und großer Liebe
ausschließlich der Mutterrolle und mühte sich dann
bis zur Mitte des Jahres 1986 in ihrem erlernten Beruf.

 

Die Inbetriebnahme des Kindergartens Mooskirchen und die ausgeschriebene Stelle einer damals benannten KINDERGARTEN-HELFERIN nützte sie für eine Bewerbung.
Relativ spontan entschied der Gemeinderat damals, Irmgard Mehsner in die Gemeindedienste aufzunehmen.

Vom 1. September 1986 bis zum 31. August 1995 war sie Kindergartenleiterin Maria Gößler eine mehr als aufmerksame, verlässliche und immens geschickte Helferin. Da saß jeder Griff, da war nahezu immer das "blinde Verstehen" zwischen den Damen, gemeinsam mit Maria Zach, die für die Reinigungsdienste verantwortlich war, gegeben.
Noch immer zeigt sich Maria Gößler von den Fähigkeiten Irmgard's begeistert. Sie konnte ihre hauswirtschaftlichen Kenntnisse bestens zur Entfaltung bringen, war in den vielen Bereichen der Betreuung sehr geschickt und verstand es auch wunderbar, die Kinder zu begeistern.

Mit 1. September 1995 wurde die zunächst als Teilzeitbeschäftigung übernommene Verantwortung in eine Vollbeschäftigung (auch weil es täglich zusätzlich Reinigungsdienste zu tun galt) geändert. Damit waren für Irmgard viele Vorteile verbunden, sie konnte sich eine Wohnung ganz nach ihren Bedürfnissen leisten und war immer zur Stelle, wenn sie im Kindergarten benötigt wurde.
Die Eröffnung einer zweiten Betreuungsgruppe machte eine interne Veränderung so notwendig, dass Irmgard Mehsner dann mit Claudia Schachner im Team die Betreuerinnen-Tätigkeit dort versah. Mit 1. Jänner 2008 und der erforderlichen Ausbildung wurde das Dienstverhältnis in den Angestellten-Rang gehoben und sind seither ausschließlich Kinderbetreuerinnen zu beschäftigen.

Im mit den Jahren weiter größer gewordenen Betreuungsteam hatte Irmgard ihren Platz. Sie scheute sich nicht, kritisch zu betrachten, Veränderungen dort oder da zu wünschen. Konnte dafür auch immer eine entsprechende Begründung nennen. Sie war ebenso humorvoll, unterhaltsam, wie durchaus auch zurückhaltend.

Mit 31. März 2010 trat Irmgard Mehsner auf eigenen Wunsch in den Ruhestand.
Eine Zeit, 12 Jahre nun schon, in der sie zunächst alle Wünsche erfüllt bekam, sich Dingen widmete, für die zuvor weniger Zeit war. Ihr Vater nahm ihre Hilfe gerne an und mit großer Liebe durfte sie das Leben ihrer Enkelkinder mitgestalten. Mit den Nachbarn stand sie regelmäßig in gutem Austausch, half dort oder da und erledigte auch für sie notwendige Besorgungen. Der Besuch des Sonntagsgottesdienstes - des Frühamtes - gehörte für Irmgard zum Ritual. Auch um das Miteinander in einer Damenrunde entsprechend zu pflegen. Sportlich aktiv war sie, solange/soferne es ihre Erkrankung zuließ, mit Spaziergängen oder bei Walkingrunden entlang der Kainach. 

Gesundheitliche Beeinträchtigungen bestimmten leider die letzten Jahre. Tapfer, mit viel Geduld ertrug sie ihre schwere Erkrankung.
Am Morgen des 14. August 2022 war sie mit ihren Kräften am Ende und gab sie ihr Leben dem Herrn zurück.

Wir danken

unserer ehemaligen Mitarbeiterin und Kollegin sehr herzlich für die aufrechte Pflichterfüllung, für Freundschaft und Loyalität.


der Abschied - 18. August

Das, was an Irmgard Mehsner sterblich war, wurde am Donnerstag, 18. August 2022 im Zeremonium Kalsdorf

in würdevoller Weise verabschiedet.

Mit den Familienangehörigen – Sohn Christian, Sohn Stefan und Tochter Annika, Partnerin Karin, Bruder Albert mit Gattin Veronika und Familie – waren weitere Angehörige, Freunde, Bekannte, ehemalige Arbeitskolleginnen und Nachbarn gekommen.

Ein Begräbnisleiter gestaltete die schlichte, dafür umso eindrucksvollere Feierlichkeit mit allgemeinen, vielmehr aber sehr privaten Einzelheiten, die im Nachruf – siehe oben – schon genannt sind. Dabei erfuhr man auch über ihre Begeisterung, im Chor von St. Johann-Köppling zu singen, von vielen sportlichen Betätigungen und ihrer Freude, das Gespräch mit anderen zu führen.
Gezeichnet von schwerer Krankheit, unternahm sie alles zur stets erhofften Verbesserung des Gesundheitszustandes, erwies sie sich als echte Kämpferin, wollte niemandem zur Last fallen. Am 14. August 2022 gab sie dann ihr Leben dem Herrn zurück.
Eine wahre Perle als Mutter; eine Oma, die die beiden geliebten Enkelkinder nicht besser hätten finden können.

Alles, was die

Zeit in Mooskirchen

und ihre dienstliche Zugehörigkeit zur Marktgemeinde Mooskirchen anlangt, blieb Bürgermeister Engelbert Huber vorbehalten, auszuführen.

Er sprach von mehr als einem Drittel des Lebensalters, das Irmgard Mehsner mit Mooskirchen verbindet. Im Jahr 1978 übersiedelte sie hierher, sah das immer mehr als Lebensmittelpunkt und gerne in der Mooskirchner Gemeinschaft.
So, als wäre es gestern gewesen, ist ihm die Mitteilung an sie in Erinnerung, für die Stelle als Kindergartenhelferin vorgesehen zu sein. Sie machte durch ihr Verhalten, ihren Umgang mit Sohn Christian und die dabei zum Ausdruck gekommene Art als Mutter auf sich aufmerksam. Gleichzeitig mit dem Schulbeginn von Sohn Christian Arbeit im Wohnort zu erhalten und dabei auch ausreichend Zeit für das Muttersein zu haben, erwiesen sich als Geschenk für sie und den Dienstgeber. So ist sie als eine der Gründerdamen des Kindergartens Mooskirchen zu sehen.
Hunderten jungen Mooskirchnern – weiblich wie männlich – wurde sie vertraut, konnte sie begeistern und viel Zeit für jene unter ihnen aufwenden, die besondere Betreuung notwendig hatten. Sie hat einen ganz wesentlichen Teil des Lebens aller Kinder mit Überzeugung geformt. Ihre berufliche Vergangenheit schien zu allen ihren hauswirtschaftlichen Fähigkeiten wie geschaffen für die an sie übertragene Verantwortung.

Wenn eine Kindergartenleiterin wie Maria Gößler auch mehr als drei Jahrzehnte später noch davon spricht, dass die Arbeit mit ihr und Maria Zach zu den schönsten Zeiten im Laufe ihrervielen Kindergarten-Jahre zählt, dann ist das wohl das größte Kompliment, das einem geschätzten Menschen ausgesprochen werden kann.
Irmgard Mehsner scheute sich nicht, eine notwendige Ausbildung für die Aufwertung ihrer Dienste zur Kinderbetreuerin zu machen und mit Erfolg abzuschließen.
Zwischenzeitlich wurde nicht nur die tägliche Arbeitszeit auf eine Vollbeschäftigung angehoben, Irmgard auch mit weiteren Tätigkeiten in der zusätzlich installierten zweiten Betreuungsgruppe betraut. Ein humorvoller Mensch, der durchaus auch kritisch, aber nie ungerecht sein konnte. In deren Wortschatz ein „nein“ einfach keinen Platz hatte, das sie nie aussprach, weil es ihr eigen war, zu helfen. Dort und da.
Eher kurzfristig ersuchte sie, mit 31. März 2010 in den dauernden Ruhestand treten zu dürfen. Diesem Wunsch wurde mit dem sprichwörtlichen lachenden und weinenden Auge entsprochen.
Irmgard Mehsner erwies sich als ausgesprochen sparsam, sehr zurückhaltend, bescheiden. Sie wollte nie in der ersten Reihe stehen, nicht fotografiert werden; eine engagierte Mitarbeiterin für die zweite oder dritte Reihe eben.
Für diese wertvollen Dienste, für viele Unterstützungen rundum, für ein gutes Miteinander mit Nachbarn und Bekannten spreche er als Mooskirchner Bürgermeister in dieser Stunde

DANK und ANERKENNUNG

aus. Dankbar zeigte er sich für so viele Jahre, die es möglich war, gemeinsam zu gehen.
Abschließend meinte Huber, Irmgard Mehsner ist nicht fort – sie ist nur auf der anderen Seite des Weges. Dort möge sie in Freude und Frieden ruhen.

Mit
allen Zeichen der römisch-katholischen Kirche,
der sich Irmgard, die solange als möglich regelmäßig das sonntägliche Frühamt besuchte, zugewandt sah, einem gemeinsamen „Vater unser“ und Zeit für letzte, ehrende Gedanken, endete die Verabschiedungsfeier.

 

Ein ehrendes Gedenken

bleibt unserer Gemeinde-Mitbewohnerin immer gewahrt.

 

Ruhe in Frieden!




einige Erinnerungen an die gemeinsame Zeit für und mit unseren Kindergartenkindern

wir ersuchen Sie, die Bildqualität (die Bilder stammen aus unserem Archiv und sind mehr als 30 Jahre alt) nachzusehen