29.01.2012, Jugendkapelle Mooskirchen: ein besonderes Jahr 2011 – denk- und dankwürdig
In einer jährlich nahezu unveränderten Reihenfolge erstatten unsere örtlichen Vereine, die Träger des gottlob umfangreichen Kultur- und Gesellschaftslebens Mooskirchens, ihre Bilanz über das abgelaufene Jahr.
Die
MusikerInnen der Jugendkapelle
machen das schon seit vielen Jahren, in dem sie zu Beginn des Tages die heilige Messe in der Pfarrkirche musikalisch gestalten.
Mit und für die Pfarrgemeinde feierte
Provisor Mag. Wolfgang Pristavec
die Gottesdienstfeier als Frühamt. Stimmungsvoll zu den einzelnen Messteilen mit bekannten Melodien aus der „Schubert-Messe“ umrahmt. „Wohin soll ich mich wenden?“, heißt es da in den Eingangsworten, die besser für den Beginn eines Tages nicht passen könnten. Das Wenden an den Herrn. Seine Hilfe, seine Unterstützung in allen Lebenslagen dürfen wir alle tagtäglich erfahren. Unabhängig wo und wie wir unser Tun gestalten.
Ein Musikstück, meinte unser der Musik sehr verbundene Geistliche in seinen Predigtworten, ist für ein bestimmtes Ensemble geschrieben oder komponiert. Es ist durchaus möglich, dass ein für großes Orchester vorgesehenes Werk auch von Blasorchester oder einem einzelnen Instrument, wie etwa einem Klavier, intoniert wird. Da wird dann von Veränderung, von Transkription gesprochen. Das passt gut zu jenen Worten der Lesung, die da von Donnerbegleitung sprachen. Worte, die in und unter das Volk gebracht, die verändert und verständlich gemacht werden mussten. Hier mit Hilfe des Propheten Mose.
Auch Melodien werden verändert; in dieser oder anderer Form den Ohren der ZuhörerInnen zugänglich, verständlich gemacht.
Im Landgasthof Lazarus fand anschließend die Jahreshauptversammlung statt.
Obmann-Stellvertreterin Manuela Jakob
hieß dort in Vertretung des Blaskapellenverbandes
Bezirkskapellmeister-Stv. Andreas Angerer,
die beiden Präsidenten Erwin Draxler und Johann Gschier, sowie
Bgm. Engelbert Huber
neben den zahlreich vertretenen MusikerInnen, Partnerinnen und Gönnern herzlich willkommen. Provisor Mag. Wolfgang Pristavec kam zur Mittagsstunde hinzu.
Obmann Ing. Andreas Schaumberger
bezeichnete sein erstes Jahr an der Spitze des Vereines als sehr lehr- und ereignisreich. Quasi wie am Bildband ließ er 2011 Revue passieren. Eine Zusammenstellung dazu ist hier angefügt.
Erfreulich: Anita Csernicska ist unter lebhaftem Beifall der Anwesenden als weitere Marketenderin aufgenommen.
Kapellmeister Helmut Rumpf
meinte mit Recht, das Jubiläum hat sehr viel Arbeit, aber auch ungeheuer Freude bereitet. Drei Besonderheiten kennzeichneten 2011 aus musikalischer Sicht.
Zum einen das
Konzertwertungsspiel im April. Die Stückauswahl erfolgte demokratisch, die Präsentation in Bärnbach wurde mit einem ausgezeichneten Erfolg bewertet. Der
„klingende Schönwiesengraben“ ein voller Erfolg; erstklassiges Ambiente, gediegene musikalische Leistung und sehr viel positives Echo der begeisterten ZuhörerInnen. Das
Wunschkonzert am 8. Dezember das Spektakel schlechthin. Musikalisch ein Spiegelbild der Literatur aus vier Jahrzehnten. Massenbesuch, ein überzeugender Auftritt der Jubiläumskapelle und die perfekt gelungene Trachtenpräsentation. Das Ensemblespiel wird aktiv betrieben, die Jugendarbeit ist auch dank der Zusammenarbeit mit dem Projekt „Musikunterricht“ sehr positiv. Zehn bis fünfzehn Jugendliche, die den Lehrgang zum Jungbläser-Leistungsabzeichen besuchen werden, ist doch ein deutliches, erfreuliches Zeichen.
Auch Kassier Augustin Summer
wusste seinen Finanzbericht in positiven Zahlen zu formulieren. Die dankenswerte Unterstützung durch die Marktgemeinde Mooskirchen, das großzügige Entgegenkommen der beiden Herren Präsidenten, viele Gönner als Paten für neue Trachten und die Beihilfe des Landes Steiermark, sowie das Entgegenkommen der GemeindebewohnerInnen trugen dazu wesentlich bei. Vielen Dank.
Der Entlastung von Vorstand und Kassier (Antrag von Sabrina Tomaschitz) folgten Grußworte der Ehrengäste.
Sowohl BezKpm-Stv. Andreas Angerer,
als auch Präsident Erwin Draxler
und Bgm. Engelbert Huber
lobten die vielfältigen und überzeugenden Bemühungen im Verein. Auf allen Ebenen, bei allen örtlichen und Veranstaltungen über Mooskirchen hinaus ist die Jugendkapelle ein gerne gesehener, immer aktiver Partner. Die Trachtenpräsentation – mustergültig vorbereitet und mit umfassender Unterstützung umgesetzt – stellte zweifellos den Höhepunkt im Vereinsjahr 2011 dar. Möge es – darin waren sich alle Grußwortredner einig – unter und mit den schon bekannten Voraussetzungen, die in Mooskirchen nicht besser sein könnten, auch weiterhin viele musikalische Erfolge geben. Der Dank der Sprecher richtete sich ebenso an die Mitglieder im Vorstand (Obmann Ing. Andreas Schaumberger, Obmann-Stv. Manuela Jakob und Martina Damm, Schriftführerin Laura Egger, Kassier Augustin Summer), an den Kapellmeister und die PartnerInnen der MusikerInnen, die zurecht als „Familie“ bezeichnet werden dürfen.
Der
Ausblick auf 2012 berechtigt zu Stolz und macht wirklich neugierig. Dem Kindermaskenball am Faschingsonntag
(vielmals „Danke“ an Angelika Damm und ihr Betreuungsteam) folgt der Besuch der GemeindebewohnerInnen
zum „Tag der Blasmusik“ (im Mai). Das Motto des diesjährigen Konzertes
„klingender Schönwiesengraben“ (am 30. Juni) – „eine Reise in die USA und zurück“ – verspricht schon einiges. Im September steht die Teilnahme an der Marschmusikwertung in der Höchststufe auf dem noch viele weitere Ereignisse umfassenden Terminplan.
Aber auch das Wunschkonzert zum Ende des Vereinsjahres soll ein Erlebnis für MusikerInnen und Gäste werden. Mehr wollten sowohl Obmann als auch Kapellmeister den Anwesenden noch nicht verraten.
Die Jugendkapelle hat sich optimalste Unterstützung verdient, sie hat sie – so Bgm. Engelbert Huber – auch in vollem Umfang, von allen Seiten, erhalten.
Der vielfältigen, jahrzehntelang ehrenamtlich übernommenen Kultur- und Musiktradition haben sich Musikerinnen und Musiker im großen Blasmusik-Orchester, in verschiedenen Ensembles niemals verschlossen.
Danke für diese wertvolle, kostbare Arbeit für eigenen und zur Freude vieler Damen, Herren und Jugendlicher.
Alles Gute und viel Erfolg auch für die nahe und ferne Zukunft!