29.06.2013, Jugendkapelle: fulminant - mit großartigen Musikdarbietungen beim "klingenden Schönwiesengraben"
Dass Blasmusik-Festkonzert der Jugendkapelle Mooskirchen in die Kategorie "außergewöhnlich" einzureihen sind, hat sich herumgesprochen.
So auch nicht anders am vorletzten Juni-Tag, beim diesjährigen
"klingenden Schönwiesengraben".
In der Turnhalle Mooskirchen - optisch beeindruckend mit sehr viel Blumenschmuck und anderen Einzelheiten umgestaltet - fanden sich viele musikinteressierte Gäste ein.
Sie hatten ihr Kommen nach mehr als 2 Stunden erstklassiger Musikdarbietungen nicht zu bereuen. Nein, sie machten es mit langanhaltendem Beifall möglich, dass die von Kapellmeister Helmut Rumpf einmal mehr bestens geleiteten MusikerInnen um Zugaben nicht herum kamen.
Da machten - so die BesucherInnen unisono - die Augen wirklich Ohren.
Es war, so formulierte es ein aktiver Musiker treffend, ein wahrer Ohrenschmaus, was die Damen und Herren Musiker ihren Instrumenten zu entlocken vermochten.
Aber der Reihe nach:
Der Auftakt erfolgte so, wie es für diesen Abend angekündigt war – legendär. Mit einem stimmungsvollen Militärmarsch der UNO-Einheiten auf Zypern; in Erinnerung an einen einmaligen Aufenthalt in der Militärzeit von Mag. Josef Holzer (er weilte auch unter den Anwesenden).
Nach der netten Begrüßung durch Obmann Andreas Schaumberger führte Gregor Waltl einmal mehr pointiert und schwungvoll durch den Abend. Ihm zuzuhören ist ähnlich angenehm wie anschließend den Musikklängen zu lauschen.
Und dann ging es – musikalisch natürlich – „Schlag auf Schlag“. Auf großer Leinwand wurden edv-unterstützt Bilder eingeblendet, die das Verstehen der einzelnen Kompositionen noch besser möglich machte.
„White Field“, eine Programmmusik entführte nach Südtirol. Wunderbare Melodienfolgen, getragen und auch beschwingt, fordernd für alle MusikerInnen vom zarten Piano bis zu unüberhörbarem Forte.
Dann der „Triumph-Marsch“, ein Auszug aus Verdi’s Oper Aida mit glasklarem, überzeugendem Trompetensolo von Dominik Gschier. Da zeigten sich die vielen ZuhörerInnen ob erstklassiger Darbietung mit Beifall verdientermaßen großzügig.
Erstaunlich wie es den Ausführenden dann gelang, das Medley „Glenn Miller – Parade“ auszuführen. Innerhalb weniger Minuten eine derartige Veränderung zu schaffen, verdient höchsten Respekt. Man meinte wirklich, einer gut besetzten Big Band gegenüber zu sitzen; bekannte, beliebte Melodien im Minutentakt von „American Patrol“ bis zu „in the mood“ ….
Klangvoll der Abschluss des ersten Teilen mit einem Zusammenschnitt aus der Filmmusik zu „the wizard of oz“.
Auch alles, was im zweiten Teil präsentiert wurde, konnte sich hören lassen. Einmal – zu Beginn – der „Einzug der Gäste auf der Wartburg“ aus Richard Wagner’s Oper „Tannhäuser“. Beeindruckend die Gleichklang gut gestimmter Trompeten, gute Phrasierungen bei allen Klarinetteneinsätzen und wuchtige Klänge des tiefen Blechs. Helmut Rumpf war wirklich in seinem Element; alle MusikerInnen folgten seinen Empfehlungen bestmöglich.
Aus dem breitgefächerten Repertoire waren noch „La Principessa“ von Günter Dibiasi, „Birdland“ – Jazzklänge vom Feinsten von Joe Zawinul und, quasi als Rückkehr zur traditionellen Blasmusik, die „Brinpolka“ zu hören.
Dazwischen nahmen Bezirksobmann Mag. Johann Edler und Bgm. Engelbert Huber
die Verleihung von Auszeichnungen an langjährig und verdienstvoll wirkende Musiker vor:
Hans Tomaschitz (10 Jahre),
Daniel Maier (15 Jahre),
Philipp Maier (15 Jahre),
Reinhard Rothschedl (15 Jahre),
Andreas Schaumberger (15 Jahre),
Hans Christian Gschier (20 Jahre) und
August Summer (Ehrennadel des Blasmusikverbandes am Band in Silber).
Wir gratulieren sehr herzlich und danken für das ehrenamtliche Tun.
Anerkennende Worte
fand Bgm. Engelbert Huber
für die bei diesem Konzert erbrachten Leistungen. Auch für viele Vorbereitungen und auch ausgezeichnetes Wirken bei einer Konzertwertung im April 2013, sowie bei anderen Wertungsspielen, die jährlich – ohne Unterbrechung – seit Jahrzehnten lückenlos als „Gradmesser“ besucht werden. Kulturelle und viele andere Erfolge Mooskirchens sind, so das Gemeindeoberhaupt, auf die gediegene Ausbildung und das im Orchester gegebene Zusammenspiel von jung und alt möglich. In einer Art, für die sich Mooskirchen über den Bezirk hinaus – bestätigte auch Bezirksobmann Johann Edler – einen ausgezeichneten Namen verschafft hat. Herzlichen Dank.
Neben dem servierten musikalischen Genuss durfte auch der kulinarische nicht fehlen. Snacks und verschiedene Getränke machten das Verweilen, die wichtige und notwendige Kommunikation noch eine ganze Weil lang sehr gut möglich.
In Abwandlung des bekannten Spruches war deutlich spürbar, „dass man sich dort niederlassen soll, wo Musik erklingt. Böse Menschen haben weder Lieder noch schaffen sie es, Musik zu machen“.
Der „klingende Schönwiesengraben 2013“ ist noch nicht ganz verklungen. Schon gilt es, wie Kapellmeister Helmut Rumpf meinte, an Zukünftiges zu denken. Und all das nicht vergessen, was in unserer Pfarre im Jahreslauf traditionell musikalisch zu gestalten ist.
Der weitere musikalische Schwerpunkt 2013 ist mit dem Advent- und Wunschkonzert in Planung; alle Musikliebhaber dürfen sich auf Melodien freuen, die die MusikerInnen wieder sehr gerne präsentieren.
Unter den begeisterten Zuhörern waren LAbg.Bgm. Erwin Dirnberger, Provisor Mag. Wolfgang Pristavec, Ehrenringträgerin Gerlinde Hörmann, Vertreter der örtlichen Vereine und viele Abordnungen von Musikvereinen aus der Umgebung zu sehen.